VENEKO-Forschung
Wettbewerb im deutschen Strommarkt
Tobias Hirt veröffentliche 2019 im Heft 3 des Magazins “EWerK” aus dem Nomos Verlag folgende Studie: Untersuchung eines potentiellen Verdrängungswettbewerb im Rahmen der Stromtarife in Deutschland
Existiert im Stromsektor tatsächlich ein funktionierender Wettbewerb? Diese Frage korreliert eng mit der Stellung des Endverbrauchers in diesem System: Wie wirkt sich dies auf den Endverbraucher aus?
Der Kern der Studie stellt die Untersuchung der Rentabilität der im Wettbewerb dominierenden Tarife in Deutschland dar. Insbesondere wird geklärt und berechnet, wie Tarife strukturiert und kalkuliert werden.
Für den Wettbewerb der Energieversorger zeigen die Berechnungen, dass knapp ein Viertel aller dominierenden Tarife (TOP10) defizitär sind. Die Finanzierung läßt sich nach Auffassung des Verfassers nur durch Quersubventionierung aus anderen Unternehmensbereichen oder durch nachträgliche Preiserhöhungen erklären. Um eine plausible oder auch eine unrechtmäßige Preiserhöhung nachvollziehen zu können, ist Fachwissen zwingend notwendig.
Fazit: Das nach der Studie festgestellte systemische Wettbewerbsverhalten führt nach bisherigen Erfahrungsberichten vermehrt zu Fehlkalkulationen der Anbieter und zu Betrug durch unrechtmäßige Preiserhöhungen.